Advent und Weihnachten 2017 in Mörschwil

Die Advents- und Weihnachtszeit brachte zahlreiche stimmungsvolle Momente in unsere Pfarrei. Schon nach dem ersten Rorategottesdienst am 6. Dezember kamen zwei merkwürdige Gestalten zum Zmorge, die man sonst nur aus Bilderbüchern und von Weihnachtsmärkten kennt. Nachdem sie sich als leidliche Verseschmiede versucht hatten, hinterliessen sie immerhin eine Spur von Vitamin C (Mandarinen) und Schokolade.
Das fleissige Team aus Pfarreirat und Frauengemeinschaft sorgte an diesem wie auch den beiden folgenden Rorateanlässen im Pfarreisaal für ein zünftiges Zmorge.

Am 2. Adventssonntag war im Gottesdienst der Westallgäuer Sakralchor unter der Leitung von Ruth Kurer zu Gast und sang die Deutsche Bauernmesse, ein beeindruckendes musikalisches Erlebnis.

Verschiedene andere Gottesdienste wurden ebenfalls mit speziellen musikalischen und inhaltlichen Beiträgen bereichert. Schülergruppen der Musikschule brachten adventliche Stimmung in die Rorategottesdienste. Die Schönstattgruppe gestaltete einen  Rorategottesdienst mit dem neuen Regens P. Raffael Rieger.
Und die Frauengemeinschaft brachte uns in der Gemeinschaftsmesse am 7. Dezember die Welt der Engel näher. “Da sehnen wir uns nach jemandem, der uns die Augen öffnet, für das, was in der jeweiligen Situation das Richtige ist.”
Den Abschluss der Adventszeit bildete die traditionelle Waldweihnacht der Pfadi Jörg Jenatsch mit anschliessender Gerstensuppe und Punsch- oder war es umgekehrt?

Natürlich prägte auch das Bläserquartett wie schon in den vergangenen Jahren die adventliche und weihnachtliche Atmosphäre in unserer Kirche. Heiligabend ohne Bläser im vollen Familiengottesdienst ist kaum vorstellbar. Die Adventslaterne, die seit dem 1. Advent in verschiedenen Haushalten leuchtete, kehrte zur Krippe zurück. Der Gottesdienst aber gehörte der Frage, was denn nun eigentlich Weihnachten ausmacht und womit es beginnt:  Raclette – Weihnachtsbaum – Geschenke – Zusammensein in der Familie – Weihnachtsgeschichte? Die 3. Klässler hatten viele interessante und auch überraschende Ideen parat.

Später, nach der Christmette, gegen Mitternacht, waren vom Kirchturm die Bläser mit den bekannten Weihnachtsliedern zu hören, während die Jungmannschaft vor dem Jumaheim das Zelt aufgeschlagen hatte, weil in der angestammten Herberge wegen Umbau kein Platz war, und fleissig Punsch ausschenkte, der einem das Gefühl vermittelte, wie kalt es an diesem Tag auch hätte sein können.
Mit dem Friedenslicht aus Betlehem, das sie nach den Heiligabend-Gottesdiensten verteilte, erinnerte die Pfadi Jörg Jenatsch daran, dass es nicht überall so friedlich zugeht wie rund um die Pfarrkirche Mörschwil.

Die besinnlichen Töne von Marimbaphon und Querflöte brachten Katja und Maurin Niedermann in den Weihnachtsgottesdienst am 25. Dezember. Unsere Mesmerinnen, Ursula Hanimann und Bernadette Wick, gestalteten wieder seit Advent eine wunderschöne, ansehnliche Krippenlandschaft, die von Anfang an die Blicke auf sich zog. So war es auch nicht verwunderlich, dass bereits vor dem Geburtsfest Jesu die heilige Familie vereinzelt vermisst wurde. Aber selbst Kaiser Augustus und seine Steuereintreiber waren da seinerzeit offensichtlich etwas geduldiger.

Den Abschluss des Jahres an Silvester feierten wir dann wie gewohnt ökumenisch im evangelischen Kirchenraum, im Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr und  mit dem anschliessenden Anstossen auf das neue Jahr, von dem wir alle hoffen und wünschen, dass es uns doch viel Gutes bringen möge.

Weihnachten, das Fest der Geburt Jesu, hat vermutlich für jeden eine spezielle und persönliche Signatur: Für unsere Pfarrei gehört ganz sicher dazu, wie viele verschiedene Menschen etwas in den zurückliegenden Wochen zur adventlichen und weihnachtlichen Stimmung auf ihre Weise und mit Freude beigetragen und mitgefeiert haben. Danke Ihnen allen!

Ihr Bernd Ruhe, Pfarreibeauftragter