Pfarreirat – Erwachsenenbildung

ÜBERBLICK ERWACHSENENBILDUNG 2019

Lectio divina

Die neue Lectio-divina-Reihe:
Biblische Texte lesen – bedenken – diskutieren

Was für ein Gott! Das Buch Jona lesen

Jona ist alles andere als der Prototyp eines Propheten, eher eine Karikatur davon. Eigentlich sollte er in göttlicher Mission agieren, aber er läuft einfach davon. Und als er schliesslich doch seinen Auftrag nicht ganz freiwillig erfüllen will, muss er erleben, dass Gott seine Drohungen gegen die moralisch völlig verkommene Stadt Ninive in den Sand setzt, eine absolute Blamage für einen Propheten. Was ist das für ein Gott, der sich so schnell umstimmen lässt und auf Mitleid macht?

Das Buch mit seinen vier kurzen Kapiteln in der Bibel hat in der Tat einen hohen Unterhaltungswert, und wir freuen uns, wenn wir den miteinander teilen können.

Auftakt: Mittwoch, 16. Januar, 19 Uhr, Jumaheim (neben dem Pfarrhaus, Schulstrasse 8), Mörschwil:
Der Auftrag (Jona, 1,1-5):
Schon die Berufung des Propheten missglückt: Jona versucht, sich  der Beauftragung zu entziehen.

Die weiteren Termine, jeweils 19 – 20 Uhr:

Dienstag, 12. Februar, Jumaheim (Schulstrasse 8, neben dem Pfarrhaus), Mörschwil: Die Flucht (Jona 1,6-16)

Donnerstag, 21 . März, Sitzungszimmer neben dem Pfarreisaal: Aus der Tiefe (Jona 2,1-11)

Dienstag, 30. April, Jumanheim: Die Ansage (Jona 3)

Dienstag, 21. Mai, Jumaheim: Was für ein Gott?! (Jona 4)

Dienstag, 4. Juni, Jumaheim: Gottes Zeichen (Lukas 11,27-32)

Die Vorbereitungsgruppe mit P. Peter Meier, Isabelle Müller-Stewens, Bernd Ruhe, P. Gregor Syska, Remo Wäspi

 

Tübach

Isabelle Müller-Stewens /  Bernd Ruhe: Stolpersteine in der Bibel – Die Opferung Isaaks

Dienstag, 5. Februar, 19 Uhr, Tübach, Pfarreisaal

Der als „Opferung Isaaks“ bekannte Text in den Abrahamserzählungen im Buch Genesis gehört wohl zu den umstrittensten und provokativsten im Blick auf das dahinterstehende Gottesbild. Fordert Gott wirklich zum Menschenopfer auf, um den Glauben eines Menschen zu erproben? Was soll das für ein Glaube sein, der solchen Kadavergehorsam als Bedingung für die Zuwendung Gottes voraussetzt?
Wir möchten mit der Reihe „Stolpersteine in der Bibel“ gleichwohl probieren, gerade zu solchen problematischen biblischen Texten und Traditionen einen Zugang zu schaffen, die unsere eher gewohnten Gottesvorstellungen zutiefst irritieren.

„Das Heilige Land beiderseits des Jordan“

Ein Bericht mit vielen Bildern und Eindrücken von der Seelsorgeeinheits-Reise nach Jordanien und Israel
Mittwoch, 20. Februar, 19 Uhr, Pfarreisaal, Mörschwil

Vortrag und Diskussion: Stolpersteine in der Bibel

Isabelle Müller-Stewens /  Bernd Ruhe:  Weibergeschwätz und Zungenrede. Warum sollen nach Paulus Frauen in der Kirche schweigen (1 Korinther 14,34)?
Mittwoch, 13. März 2019, 19 Uhr, Mörschwil, Pfarreisaal

Bis heute können Frauen nur eingeschränkt mit ihren Fähigkeiten und Charismen kirchliches Leben gestalten. Bereits in den Paulusbriefen finden sich an einzelnen Stellen Versuche, Frauen in der Gemeinde an den Rand zu drängen. So gewährt der 1. Korintherbrief des Paulus verschiedene Einblicke in das Leben der Gemeinde von Korinth. Schwer verständlich ist, warum Paulus ausgerechnet Frauen maßregelt, im Gottesdienst und in der Gemeindeversammlung zu schweigen. Wir wollen versuchen, die Hintergründe dieser merkwürdigen Empfehlung aufzudecken und miteinander zu diskutieren.

 

Filmabend: „Habemus feminas!“ mit Claire Renggli

Film über die Pilgerreise der Gruppe „Kirche mit* den Frauen“ nach Rom
Montag, 1. April, 19.00 Uhr, Pfarreiheim Mörschwil
Die Initiantinnen schreiben selber dazu:
„Der Ausgangspunkt unserer Pilgerreise war St. Gallen. Die Pilgergruppe startete am 2. Mai 2016, dem Festtag der Heiligen Wiborada. Am 28. Juni 2016 traf die Pilgergruppe in Rom ein. Am 2. Juli 2016 fand zusammen mit 500 bis 600 Frauen und Männern, Bischöfen und Äbten ein Schlusspilgertag statt.
Alles, was unsere Initiative „Für eine Kirche mit* den Frauen“ in sich birgt und ausgelöst hat, wollen wir dem Papst überbringen: unsere Sehnsucht und Sorgen, unsere Freude und unsere Fragen.“ Im Anschluss an den Film besteht die Gelegenheit, mit Claire Renggli, einer Mitpilgerin, über die Reise und die Anliegen zu sprechen.

 

Rabbiner Dr. Tovia Ben Chorin: Was ist das für ein Gott?

Die Bindung Isaaks in den jüdischen Traditionen und Überlieferungen
Montag, 13. Mai, 19.00 Uhr, Pfarreiheim Mörschwil

Die jüdischen Traditionen sprechen im Zusammenhang der uns Christen als „Opferung Isaaks“ bekannten Geschichte zurecht der Sache entsprechender von der „Bindung Isaaks“ Der Rabbiner der St. Galler Jüdischen Gemeinde wird über verschiedene jüdische Interpretationen und Herangehensweisen berichten, aber auch seine eigene persönliche Deutung vorstellen.

Einzelheiten zu den Anlässen siehe:

Erwachsenenbildung 2018 (PDF)

Lectio divina 2018: Markusevangelium (PDF)

Pfarreireise Israel – Jordanien (PDF)

Israel-Jordanien-Reise (PDF)